Background
Klaus LageKlaus Lage

Damals, das war Ende der 1970er Jahre, als er beim „Berliner Rock Ensemble“ ausstieg, um mit deutschsprachigen Liedern unter eigenem Namen aufzutreten, und sich die ersten Sporen als rockiger Liedermacher in den Berliner Folkclubs verdiente. Kurz darauf erschien seine erste Single „Alle ham´s geschafft außer mir“. Diese Behauptung erwies sich allerdings später bekanntlich als unzutreffend.
Denn es folgt eine bemerkenswerte Karriere mit vielen Höhen und auch manchen Tiefen. Chartserfolge, Gold- und Platin-Schallplatten, Top-Ten-Hits (von denen mit „1001 Nacht“, „Faust auf Faust“ und „Monopoli“ sogar drei zum Kanon der deutschen Liedkultur gehören), unzählige ausverkaufte Konzerte mit seiner Band in fast allen Hallen des Landes, Kooperationen mit Künstlerkollegen verschiedener Genres und – bei allem kommerziellen Erfolg – immer auch das uneigennützige Engagement für wichtige gesellschaftliche Anliegen, vor allem für die Friedens-, Gewerkschafts- und Umwelt-bewegungen. Denn nie hat sich Klaus Lage vom Scheinwerferlicht des Erfolgs blenden lassen, nie hat er seine soziale Herkunft (seine ersten Berufe waren Erzieher und Sozialarbeiter) und seine künstlerischen Wurzeln (Blues und Rock) vergessen. Und immer wieder hat er eigene Wege abseits der medial vorgegebenen Trampelpfade eingeschlagen, ist in andere Stilrichtungen (Lieder, Jazz, Pop, Chanson) eingetaucht, hat Neues ausprobiert. Ist Risiken eingegangen, wie es seine Art ist. Getreu dem Motto: „Raus aus dem Hamsterrad, rein ins Vergnügen!“ Die Konstante dabei: seine Stimme, die sowohl rau und rauchig, zart und sensibel, als auch frech und witzig klingt, vor allem aber immer unverwechselbar. Auch allein, nur von einer Gitarre begleitet, vermag sie einen Raum auszufüllen und beim Publikum wohlige Schauer auszulösen. Bei seiner nun im Herbst 2011 fortgesetzten Solo-Tournee singt Klaus Lage bekannte und neue Lieder. Er nutzt die Freiheit des Soloartisten für spontane Einlagen, er erzählt von seinen Erfahrungen und Erlebnissen, und zeigt sich dabei auch von seiner bislang verborgenen komödiantischen Seite. Überraschungen nicht ausgeschlossen. Wie das im „Alleingang“ halt so ist.