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earth-wind-and-fire-experience-featthe-al-mckay-allstars-4Earth, Wind & Fire Experience

Die Turner-Lehrjahre dauerten nur kurz für Al McKay, bald schon wurde er (gerade 20jährig) in L.A. zu einem der angesagtesten Session-Musiker, bei dem Größen von Isaac Hayes bis Charles Wright, von Pearl Bailey bis Sammy Davis jr. anklopften. Ebenfalls im hippie-bewegten L.A. startete zu dieser Zeit das Brüderpaar Verdine und Maurice White mit einer neuen Formation namens Earth, Wind and Fire. Der Erfolg war nicht sonderlich groß, die Mischung aus Soul und R&B mit afrikanischen Rhythmen fiel noch nicht auf fruchtbaren Boden. Al McKay stieg 1973 bei den Brüdern White ein, und endlich schien auch die Zeit reif für den esoterisch angehauchten, klassischen Afro-Fusion-Sound unter dem Zeichen von Sonnengott & E-Gitarre. Earth, Wind & Fire starteten spätestens mit dem 1975er Album „That’s the way of the world” eine internationale Karriere und prägten sowohl das zu Ende gehende Hippie- als auch das beginnende Disco-Zeitalter ganz entscheidend mit.
Und mitten drin stand immer Al “The Hurricane” McKay. Er bediente zwischen Pyro-Technik und Flatter-Outfit die Rhythmus-Gitarre, schrieb einige der größten Hits mit (wie „September” oder „Saturday Nite”), und fungierte neben Gründer Maurice White als Produzent. 1981, nach sieben Jahren, hatte McKay erst einmal genug. Er zog sich von der Bühne zurück, produzierte die Alben von Kollegen wie Carl Anderson und den Temptations, und arbeitete hauptberuflich als frisch gebackener alleinerziehender Vater eines Sohnes. In den Neunzigern juckte es dann McKay doch wieder in den Gitarren-Fingern. Er formierte aus alten Freunden und Kollegen eine Art Super-Band, geschaffen einzig und allein für großartigste, mitreißende Disco-Funk-Liveauftritte: die 14-köpfige „Al McKay All Stars”. Mit ihnen reist er nun bis heute um die Welt, in ganz verschiedenen Konstellationen aus alten EW&F-Kollegen, namhaften Gästen wie Ed Wynne von den Doobie Brothers oder Bill Churchville von Tower of Power, und hochklassigen Session-Musikern aus Los Angeles. Gemeinsam tragen sie ein Stück des Lebensgefühls der 70er Jahre weiter, der überbordenden Earth, Wind & Fire Experience. Und ja, seien wir ehrlich: ohne diese 70er-Sonne wäre die Welt wirklich ein wenig ärmer.